Von der Seele des Holzes

Edle Tische, kunstvolle Böden, warme Räume: Für Handwerker, Designer, Künstler und Architekten ist Holz ein Rohstoff, der träumen lässt. Sie sägen, biegen und verkohlen ihn – und erschaffen dabei Objekte für die Ewigkeit.
Der Möbelhersteller Janua aus Bayern lässt jeden seiner Tische von Hand fertigen. Vom gefällten Baum bis zur Auslieferung verfolgt deren Chef Christian Seisenberger jeden Schritt. Er wählt die Platten beim Holzhändler selbst aus, übergibt sie dem Köhler, der sie mal mit dem Bunsenbrenner bearbeitet oder räuchert, sie mit der Kettensäge streichelt und anschließend ölt. Holz arbeitet. Das ist eine Binsenweisheit. Aber die Arbeit mit Holz eröffnet ein Universum der Möglichkeiten.


Bei Parkett Dietrich entstehen so im Stammhaus in Wuppertal kunstvolle Intarsienböden, bei denen Muster, Ornamente oder Bilder direkt in den Boden eingelegt werden. Man braucht viel Ruhe, Sorgfalt und Liebe, um so einen Boden zu erschaffen.

Manchmal wird aus Altholz auch Kunst. So feiert der einstige Bühnenboden des Wiener Burgtheaters ein Comeback als Tisch. 56 Jahre waren die Bretter der Untergrund für große Gefühle und noch größerer Namen. Klaus Maria Brandauer ist nur einer von ihnen. Als das Haus renoviert wurde, sammelte die Wiener Innenarchitektin Ulrike Nachbargauer die Dielen ein und schuf aus ihnen einzigartige Tische. Und widmet sie nun den Stars, die auf ihnen standen und den Stücken, die auf ihnen gespielt wurden.

In einem Südtiroler Wellnesshotel verschwindet durch das Holz die Grenze zwischen Innen und Außen. Wärme, Holz und Licht werden hier eins. Ohne Holz wären moderne Saunen nicht denkbar. Holzarten wie Abachi oder Espe, Zeder oder Erle, kanadische Tanne oder Nordische Fichte speichern Wärme und geben sie langsam wieder ab.
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Ab 27. Februar. Freuen Sie sich darauf!