Diese Villa in Knokke erzählt eine neue Geschichte von Architektur, Kunst und Natur

Im chicen Küstenort Knokke-Heist, im grünen Herzen von Le Zoute, verbirgt sich ein Haus, das lange Teil der lokalen Kunstgeschichte war.
Die Villa Sous Tous Vent, 1926 vom Architekten Valentin Vaerwyck entworfen, diente einst als Wohnsitz des belgischen Malers Albert Saverys. Ein Ort, an dem Kunst entstand – und der nun selbst zu einem Gesamtkunstwerk wird.
Die Villa wurde 1926 vom Architekten Valentin Vaerwyck entworfen und diente lange Zeit als Wohnsitz des belgischen Malers Albert Saverys, einer prägenden Figur der modernen Kunst in Belgien. Nur wenige Schritte von der Nordseeküste entfernt öffnet sich das Gebäude zum Park mit weitem Blick ins Grün.

Wie so oft bei Renovierungen bildet die Küche dabei das Herz des Hauses. Inspiriert von traditionellen Küchenräumen, verbindet sie Wärme mit klaren Linien. Große Glasflächen öffnen den Blick in den Garten und schaffen einen fließenden Übergang zwischen Innen- und Außenraum.




Das Badezimmer folgt demselben Prinzip: ein privater Rückzugsort, gestaltet wie ein ruhiges Spa, mit natürlichen Materialien, einer Verbindung ins Grüne und feinen, reduzierten Oberflächen.

Der Garten wurde vom niederländischen Star-Landschaftsarchitekten Piet Oudolf entworfen, dessen Pflanzkonzepte weltweit für ihre poetische Balance zwischen Struktur und Wildheit bekannt sind.
Die Kunst ist ebenfalls integraler Bestandteil des Projekts. Für die kuratorische Zusammenarbeit holte Maison Osaïn das italienische Kollektiv KALPA ins Boot, gegründet von der Künstlerin Olga Niescier. Werke von Eleanor Herbosch, Annelies Toussaint und Sabine Pagliarulo ziehen durch die Räume des historischen Gebäudes.
Hinter der Transformation steht das belgische Kollektiv Maison Osaïn. Gegründet 2022 von Architekt Thomas Maria Verschuren und Designerin Ann Butaye, versteht sich das Studio weniger als klassisches Architekturbüro, sondern als kreative Plattform für eine neue Art des Wohnens. Historische Gebäude werden hier nicht konserviert wie Museumsstücke, sondern in lebendige, zeitgenössische Lebensräume verwandelt.
Der Name Osaïn selbst verweist auf eine Gottheit der Yoruba-Tradition, die mit Pflanzenwissen, Heilung und Erneuerung verbunden ist. Ein Symbol, das den Ansatz des Studios treffend beschreibt: historische Häuser nicht nur zu restaurieren, sondern ihnen eine zeitgenössische, naturverbundene Perspektive zu geben.