Maurice Harris macht die Kamee zur coolsten Silhouette im Raum

Für seine erste Kollektion mit Serax verwandelt Maurice Harris die klassische Porträtsilhouette in skulpturale Glasobjekte, die zwischen Kunstobjekt, Vase und dekorativem Statement balancieren.
Cameo In&Out heißt die Kollektion und spielt mit einem ebenso simplen wie cleveren Prinzip: „Out“ zeigt die Silhouette als Profil nach außen, „In“ kehrt sie um und schneidet das Gesicht gewissermaßen in die Form hinein. Positiv und negativ, anwesend und abwesend. Dazu kommen Muster, die von Kente-Textilien inspiriert sind, und vor allem jede Menge Farbe. Denn Schwarz und Weiß, findet Harris, müssen sich ihren Status als eleganteste Klassiker vielleicht nicht länger ganz allein teilen.

Die Idee kommt nicht von ungefähr. Die Kamee ist seit der Gründung von Harris’ Blumenstudio Bloom & Plume dessen Logo. Nun wird aus dem Emblem ein Objekt und aus der klassischen europäischen Porträtform eine bewusst neue, Schwarze Silhouette. Dabei geht es Harris weniger um ein realistisches Abbild als um Haltung, Kontur und Charakter.



Gefertigt aus mundgeblasenem Glas, gibt es die Vasen in drei Größen. Die große Variante darf ruhig den Raum an sich reißen, während die kleinen Exemplare am liebsten Gesellschaft bekommen. Harris versteht sie wie seine Blumenarrangements: einzeln schön, zusammen noch besser. Oder, wie er selbst sagt, sie sollen sich ergänzen, ohne miteinander zu konkurrieren.
Eine Vase also, die nicht einfach Blumen beherbergt, sondern gleich eine kleine Persönlichkeit mitbringt. Und die beweist, dass Tradition durchaus Spaß machen kann, wenn man sie einmal ordentlich auf den Kopf stellt.